Ökologische Transformation, Arbeitsmarkt, Aus- und Weiterbildung
Projektträger: RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
Verbundpartner: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Ansprechpartner:innen: Dr. Christina Vonnahme (Leitung -E-Mail schreiben) und Dr. Markus Janser (Projektkoordinator am IAB - E-Mail schreiben))
Das Vorhaben befasst sich mit den Auswirkungen der ökologischen Transformation auf die Arbeitsnachfrage, den Folgen für Arbeitnehmer*innen und Sozialpolitik sowie Anpassungsprozessen und Lösungen für eine sozial gerechte Klima- und Umweltpolitik.
Hierbei sollen die folgenden Forschungsfragen beantwortet werden:
(i) Inwiefern verändert die ökologische Transformation die Arbeitsnachfrage und welche Folgen hat dies für individuelle Erwerbsverläufe, insb. für Beschäftigungsstabilität, Lohnentwicklung, Arbeitslosigkeitsrisiko und berufliche Mobilität?
(ii) Welche aggregierten Folgen ergeben sich für die Einkommensungleichheit insgesamt und zwischen Regionen? Welche Implikationen gibt es für das Sozialsystem sowie dessen Instrumente, insbesondere den Mindestlohn?
(iii) Inwiefern tragen Aus- und Weiterbildungen derzeit dazu bei, Arbeitnehmer*innen bestmöglich für die ökologische Transformation zu qualifizieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken? Welche Anpassungsbedarfe ergeben durch die ökologische Transformation für Aus- und Weiterbildungen und wie können diese realisiert werden?
Das Forschungsvorhaben verwendet einen Methodenmix. Quantitativ untersucht werden die Entwicklung von Arbeitsnachfrage und Anforderungsprofilen von Berufen, individuelle Arbeitsmarktverläufe, die Rolle von Aus- und Weiterbildung für erfolgreiche Arbeitsmarkverläufe sowie Veränderungen von Aus- und Weiterbildungsbedarfen. Dabei kommen verschiedene, teilweise innovative, Datenquellen zum Einsatz, bspw. die BERUFENET-Datenbank und Stellenanzeigen, die mithilfe von Natural Langage Processing analysiert werden. Qualitative Untersuchungen werden bei der Bildung und Ausarbeitung von Hypothesen und Konzepten sowie bei der Ableitung und Validierung von Forschungsergebnissen und Politikimplikationen (insbesondere für die Sozialpolitik und die Aus- und Weiterbildung) genutzt.
Das Vorhaben umfasst auch ein umfangreiches Lehrkonzept, das der Vermittlung der erzielten Ergebnissen und der Weiterqualifizierung der beteiligten Wissenschaftler:innen dient.
Die Ergebnisse sollen durch neue empirische Evidenz den wissenschaftlichen Diskurs stimulieren sowie Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung informieren. Hierdurch sollen Unsicherheiten im Hinblick auf die ökologische Transformation reduziert und eine verbesserte Informationsgrundlage für Entscheidungsprozesse bei den direkt Betroffenen sowie bei Entscheidungsträger:innen in Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen werden.